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Informatik in der Praxis

In der Praxis wird neben einem fundierten Grundlagenwissen in der Regel zusätzlich anwendungsspezifisches Wissen benötigt. Will man später Software für Handys oder UMTS-Netze entwickeln, dann hilft Anwendungswissen in der Elektrotechnik. Will man große Informationsmengen für die Investmentbranche bearbeiten, so ist Anwendungswissen in den Wirtschaftswissenschaften sinnvoll. Sind es sprachliche Daten, die man bearbeiten will, sind hingegen computerlinguistische Kenntnisse gefragt.

Polydisziplinäre Ausbildung

http://www.ini.rub.de/PEOPLE/wiskott/AI/HandbuchAIFuerStudierende-Images/ausbildungai-200b-scaled.png Das Profil des Studiengangs Angewandte Informatik an der Ruhr-Universität Bochum ist charakterisiert durch die Bündelung bereits seit langem etablierter Informatik-Schwerpunkte in verschiedenen Fakultäten und wissenschaftlichen Einrichtungen. Vereinfacht ausgedrückt: Es werden weder reine Informatik-Spezialisten, noch reine Anwendungsspezialisten im Sinne der Bindestrich-Informatiken ausgebildet. Ein wichtiger Teil des Studiums ist die Vermittlung von Anwendungswissen aus mehreren Bereichen.

Das Besondere in Bochum: Durch studiengangübergreifende Übungen und Projekte wird man schon früh im Studium auf den beruflichen Alltag vorbereitet. Denn spätestens im Beruf arbeiten angewandte Informatiker eng mit Elektrotechnikern (ET), Maschinenbauern (MB), Bauingenieuren (BI), Wirtschaftswissenschaftlern (WiWi) oder Sprachwissenschaftlern (Ling.) zusammen.

Studenten von heute, Absolventen von morgen

http://www.ini.rub.de/PEOPLE/wiskott/AI/HandbuchAIFuerStudierende-Images/aufbau--scaled.png Ziel des Studiums ist es, als Basis strukturelles Denken und die Kompetenz zum Wissenserwerb zu vermitteln. Dafür wird in den ersten Fachsemestern fundiertes Grundlagenwissen in Informatik und Mathematik erworben. Dazu gehört das Erlernen von unterschiedlichen Programmiersprachen genauso wie das Erschließen von hardwarenahen Themengebieten, der Umgang mit Datenstrukturen oder die Analyse von Algorithmen. Auch wirtschaftswissenschaftliche Arbeitsgebiete sollen Studierenden in ihrer späteren Arbeitstätigkeit weiterhelfen. Die vermittelten Konzepte werden anhand aktueller Anwendungen und Beispielen veranschaulicht und vertieft. Zum Inhalt zählt ein verpflichtendes Studienprojekt, in welchem durch die in Teamarbeit erreichte Entwicklung eines Arbeitsauftrages innerhalb eines vorgegeben Zeitraums das spätere Berufsleben simuliert werden soll.

 

Eigenverantwortung wird groß geschrieben

Mit Blick auf die Anforderung der Berufswelt werden die Studierenden ausdrücklich ermutigt, Eigenverantwortung für ihre Ausbildung zu übernehmen. Bereits im Bachelorstudium sind nicht alle Fächer vorgeschrieben. Je nach Neigung und Interesse können nichttechnische Wahlfächer belegt werden. Zudem werden ab dem .3. Fachsemester in dem sogenannten Vertiefungsbereich aus mehreren Wahlkatalogen Anwendungsfächer gewählt. Im Masterstudium haben die Studierenden noch mehr Wahlfreiheit. Seit der Prüfungsordnung 2013 werden überhaupt keine Pflichtfächer vorgegeben. Das Master-Studium kann aus Wahlpflicht- oder Schwerpunktfächern frei zusammengestellt werden.

Stand: 2013-12-31 Tue